Das schrieb die Presse über:
"Der Neurosenkavalier"
Bad Homburger Woche (vom 28.9.2007)

Bad Homburg Report (Oktober 2007)

 
Die Taunuszeitung schrieb am 18.10.2007:

Vom Ganoven zum Psychotherapeuten
Von Michael Jacob

Bad Homburg. Die Psychiatrie hat nicht immer einen guten Leumund. Diese Tatsache machten sich die Autoren Gunther Beth und Alan Cooper in ihrer Komödie zu Nutze, die von den Mitgliedern der Bad Homburger Volksbühne präsentiert wird. Felix Bollmann, ein Warenhausdieb mit ein paar Semestern Veterinärmedizin, ein „Ganove mit Herz“, wird durch einen Zufall zum Psychotherapeuten und hat hier unerwartet Erfolge bei Patienten. Darüber hinaus profitiert er durch seine neue Tätigkeit im zwischenmenschlichen Bereich. Er wird kurzerhand der neue „Neurosen-Kavalier“.

„Soll ich wirklich Ihre Hand halten oder vielleicht es nur andeuten?“ Rainer Maria Ehrhardt wendet sich an seinen Regisseur, um die Details für die Premiere am kommenden Sonntag festzuhalten. „Die Hauptrolle macht sehr viel Spaß, und der Humor in dieser Komödie wird die Menschen bestimmt zum Lachen bringen“, ist sich Ehrhardt sicher, der jahrelang beim Hessischen Rundfunk gearbeitet hat.

„Es darf hemmungslos gelacht werden, denn das Stück sprüht vor Situationskomik“, kommentiert Regisseur Hans Dieter Asner die neue Produktion. Er hält zum ersten Mal bei der Volksbühne die Inszenierungs-Fäden in seiner Hand. Man darf auf sein Debüt gespannt sein. Doch ihm zur Seite stehen erfahrene Protagonisten, die schon häufig auf den Brettern gestanden haben, die bekanntlich die Welt bedeuten. In der Hauptrolle des Felix Bollmann ist Rainer Maria Ehrhardt zu sehen. Weiterhin agieren in der Amateur-Riege der Volksbühne Andrea Berty, Lothar Striffler, Uta Patzina, Roy Kullmann, Ingrid Hamer, Norbert Nasse und als Stimme aus dem Radio Werner Reinke.

Karten gibt es bei Tourist Info + Service im Kurhaus und an der Tages- bzw. Abendkasse. Ein ganz wichtiger Hinweis für alle Abonnenten der Abendveranstaltungen: Entgegen den regulären Aufführungstagen Dienstag und Mittwoch findet die erste Abendveranstaltung ausnahmsweise am Montag statt!

Die Aufführungen sind am kommenden Sonntag von 15 Uhr an sowie am kommenden Montag, und Mittwoch, jeweils um 20 Uhr im Kurtheater.

Die "Frankfurter Rundschau" schrieb am 22.10.2007:
Dazu ein kurzer Kommentar von uns: Wir sind keine "Laienschauspieler", sondern Amateure, die teilweise schon seit über 30 Jahren auf der Bühne stehen. Wir spielen auch keine "schlimmsten Klassiker" - und "einfach alles" spielen wir schon gar nicht. In unserem Spielausschuss werden viele Stücke gelesen, vorgeschlagen und wieder verworfen, bis wir einen Spielplan erarbeitet haben, der den Wünschen unserer rund 1800 Zuschauer pro Produktion am nächsten entgegenkommt. Die Volksbühne Bad Homburg besteht seit über 80 Jahren und bietet derzeit sechs Produktionen pro Jahr. Eine Leistung, die kaum eine Berufsbühne in Deutschland vorweisen kann. Herr Asner legt Wert darauf, bei diesem Interview falsch zitiert worden zu sein.
Am 23.10.2007 schrieb die Taunuszeitung:
Der King, Homburger Dessous und andere Neurosen
Von Michael Jacob

Bad Homburg. Ein köstliches Vergnügen erwartet die Zuschauer bei der neuen Produktion der Bad Homburger Volksbühne, die am Sonntag Premiere feierte. Mit der Komödie „Der Neurosenkavalier“ ist den Amateur-Schauspielern wieder einmal ein ganz großer Wurf gelungen.

Allen voran steht hr-Kult-Moderator Rainer Maria Ehrhardt in der Rolle eines vermeintlichen Psychologen, der zwei Stunden lang nicht nur zwischen lauter Kranken balanciert, sondern auch noch den Schein wahren muss, um nicht sein wirkliches Ich zu entlarven. Unter der Regie von Hans Dieter Asner gelang eine vorzügliche Produktion, die nicht nur wegen der vielen Anspielungen auf Bad Homburg, sondern auch wegen des gekonnten Auftritts von Elvis Presley vielfachen Szenenapplaus erntete.
Auf der Flucht vor seinen Verfolgern gerät der „Weihnachtsmann von Karstadt“ mit einem Koffer geklauten Geldes in die Praxis eines Psychotherapeuten. Dort wird allerdings die Vertretung des abwesenden Arztes erwartet, und so schlüpft der kleine Dieb Felix Bollmann mir nichts, dir nichts in die Rolle des Mediziners. Alles läuft wie am Schnürchen, denn bekanntlich liegen Normalität und Wahnsinn sehr eng beieinander. Es kommt zu zahlreichen Verwicklungen, der ermittelnde Polizeikommissar entpuppt sich ebenfalls als Patient – und sucht nebenbei verzweifelt nach dem raubenden Weihnachtsmann. Dann verschwindet auch noch der Koffer mit dem Geld, weil sich zu allem Überfluss auch eine Kleptomanin unter den Patienten befindet, und schließlich taucht auch noch die wirkliche Vertretung auf.

Verwirrung, Heiterkeit und Amüsement pur – das garantiert die neue Volksbühnen-Produktion. Für zusätzliche Heiterkeit sorgen die Dessous eines (namentlich genannten) Bad Homburger Geschäfts sowie Anspielungen auf das jüngst verhängte Rauchverbot, das Deutsche Äppelwoi Theater und ein wohlbekanntes Café in der unteren Louisenstraße – und nicht zu vergessen: ein grandioses Elvis-Kostüm.

Ehrhardt brilliert in der Rolle des Felix Bollmann. Er überzeichnet nicht, sondern setzt in kleinen Gesten und verbalen Varianten Akzente. Uta Patzina mimt eine wunderbar neurotische Sex-Autorin in besagten extravaganten Dessous, Ingrid Hamer hält am Ende souverän die Fäden des Geschehens in der Hand, Andrea Berty ist eine charmante und attraktive Sprechstundenhilfe, Lothar Striffler überzeugt als vermeintlicher Bruder des „Arzt-Diebes“, Norbert Nasse macht als Kommissar keinen Hehl daraus, dass man diesen Dienstgrad nur auf Grund von Dienstjahren und nicht wegen erbrachter Leistung erhält und Roy Kullmann schließlich bringt mit seinen Elvis-Songs den Saal zum Beben. Eine Produktion, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Eine weitere Aufführung beginnt morgen um 20 Uhr im Kurtheater. Karten gibt es an der Abendkasse.

Die "Homburger Woche" schrieb am 25.10.2007:
Am 3. und 4. März hatten wir die Originalbesetzung des Neurosenkavaliers im Kurhaus. In den Hauptrollen spielten Karin Dor und Claus Biedersteadt. Der Autor des Stückes, Gunther Beth, war auch mit von der Partie. er spielte den "echten" Dr. de Witt. Wir hatten uns natürlich mit ihm nach der Aufführung verabredet und verbrachten noch eine sehr vergnügliche Stunde im (kleinen) Kreis der Mitwirkenden., wie das nachstehende Foto beweist.

Wie die Profi-Aufführung im Vergleich zu unserer Darbietung abgeschnitten hat, konnte man in der Zeitung lesen. Von unserer Seite aus herzlichen Dank für das tolle Lob, das uns anspornen wird, auch weiterhin unterhaltsames Theater zu bieten.

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